Hessen (Solopfade)

Geschrieben von Claus Hock am November 11, 2009 um 8:14 pm.

Viel telefoniert, viel im Internet recherchiert und mittlerweile stehen die “Besichtigungspunkte” und ein paar Menschen, die sich an die Zeit noch erinnern, konnten auch gefunden werden. Das Basiscamp wird am Freitagabend in Zierenberg beim Herrn S. aufgeschlagen, genauer im Ortsteil Friedrichsaue. Von dort wird es am Samstagmorgen ins knapp 70km entfernte Frankershausen gehen, wo ein Treffen mit Herrn und Frau M. ansteht. In Frankershausen befand sich eine “Außenstelle” des Reichsarbeitsdienstlagers, in welchem mein Großvater während seiner Zeit in Hessen stationiert war.

Nach der Sichtung der Örtlichkeiten in Frankershausen wird das Wetter entscheiden müssen, wie es weiter geht. Entweder geht es am Vormittag noch hoch auf den Hohen Meissner, genauer zu den Seesteinen. Von einem geeigneten Parkplatz aus sind dies ein paar Kilometer Fußmarsch, deswegen muss das Wetter mitspielen. Als Alternative zum Fußmarsch werden andere Orte angefahren. Zur Auswahl stehen noch Hohes Kreuz (Thüringen) und Hilgershausen (Bad Sooden-Allendorf). Hilgershausen ist ca. 8km von Frankershausen entfernt, Hohes Kreuz ca. 35km. In Hilgershausen befand sich wahrscheinlich das Hauptlager des Reichsarbeitsdienstes. Der genaue Standort, zusammen mit anderen Informationen, wird mir von Herrn H. gezeigt, der sich freundlicherweise dazu bereit erklärte. Lockerer Termin ist Samstagnachmittag um 15 Uhr. Hilgershausen ist ein kleiner Schuss ins Blaue, weil noch nicht genau feststeht, dass es sich bei dem Lager auf den alten Fotos wirklich um das Lager in Hilgershausen handelt. Man darf also gespannt sein.
In der Gemeinde Hohes Kreuz, genauer im Ortsteil Bischhagen, steht scheinbar noch ein alter Hof, der als “Hof Josef Kaspari” Erwähnung im Fotoalbum findet. Die genaue Adresse konnte ich bisher nicht herausfinden, deswegen werde ich dort auf blauen Dunst hinfahren und mal sehen, ob ich jemanden antreffe. Außerdem findet sich in Bischhagen vielleicht noch eine alte Gaststätte, die auch erwähnt wird. Auf dem Rückweg des Tages, sofern es das Licht zulässt, wird noch ein Abstecher nach Friedland (Niedersachsen) gemacht, genauer zum Heimkehrerdenkmal. Von Hohes Kreuz nach Friedland sind es nochmal ungefähr 20km. Da sich die Strecke Friedrichsaue-Frankershausen-Hilgershausen-Hohes Kreuz-Friedland-Friedrichsaue (Seesteine/Hoher Meissner nicht eingerechnet) auf ca. 211km hochsummiert, wird der Sonntag als zweiter Ausflugstag noch in der Hinterhand behalten. Den größten Unsicherheitsfaktor stellt allerdings das Wetter dar, denn bei schlechtem Wetter wird aus den Seesteinen und vor allem aus der Fotodokumentation nichts. Aber auch die Gespräche mit den Ortsansässigen werden hoffentlich gewinnbringend und interessant.

Besonderer Dank gilt an dieser Stelle schonmal der Familie M. für die spontane Unterstüzung, Frau W. vom Naturpark Meissner für den Hinweis auf die Seesteine und das Kartenmaterial, dem Verein für Heimatkunde Bad Sooden-Allendorf für die Vermittlung des Kontaktes zu Herrn H., A. und D. für das Navigationsgerät und Herrn S. für die Übernachtungsmöglichkeit.

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