The untold tales I: Der Vor-Start in Hamburg

Es ist der 14. Juni 2019: Kurz nach dem Wesertunnel aus Richtung Brake kommend fiel mir die erste Sache auf, die ich vergessen hatte. Eine Wolldecke als Unterlage für die kalten Nächte ab Polarkreis. Kurz darauf: Ach, deinen Becher haste auch vergessen. Und die Pfanne auch. Ging ja gut los, der Start zur Baltic Sea Circle Rallye.

Aber umdrehen wollte ich, wollten wir nicht. Zu groß war dann doch die Vorfreude auf unser Ziel, Hamburg, und die kommende Rallye. Wir sind einen Tag vorher gestartet, so dass wir den Abend noch in Ruhe verbringen konnten und nicht erst am Samstag zum Start anreisen mussten.

Die Birdbox unterwegs (Bild: Stefanie Karg)

Die Fahrt verlief problemlos, auch durch den chaotischen Stadtverkehr in Hamburg konnten wir uns recht gut durchmanövrieren. Nur das Hotel war dann doch schlechter als erhofft. Wir hatten uns Zimmer im A&O-Hostel an der Reeperbahn gebucht. Gut, da erwartet man nicht zu viel. Mein Zimmer war dann aber doch eher unterirdisch. Gut, muss man durch.

Am Abend vor der Rallye: Teams Miata Vänskap, 57 Racing Crew, Dompfaff & Strandläufer (Bild: Claus Hock)

Schöner war dann die „Party“ vor dem Start am Fischmarkt, genauer in der Lokalität der Überquell-Brauerei. Einige Autos standen schon auf dem Fischmarkt, wir nutzten die Chance und suchten unseren Platz, damit wir am Samstag gleich wissen, wo es hingehen soll. Danach: Bierchen bei Überquell und Teams kennenlernen bzw. schon bekannten Teams Hallo sagen.

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Die Aufregung war bei vielen, auch bei uns, schon greifbar. Immerhin waren es nur noch ein paar Stunden und eine Mütze voll Schlaf, bis die Reise rund um die Ostsee losgehen sollte; bis wir endlich die genauen Aufgaben aus dem Roadbook erfahren würden; bis wir den Motor unserer Birdbox das erste Mal im Rallye-Modus starten würden.

Unser Startplatz auf dem Hamburger Fischmarkt (Bild: Claus Hock)

In der offiziellen WhatsApp-Gruppe der Rallye, die der Veranstalter Superlative Adventure Club eingerichtet hatte, mehrten sich schon jetzt die Meldungen über Probleme mit den Fahrzeugen. Wir fingen an, auf alles zu klopfen, was auch nur entfernt an Holz erinnerte. Denn, das bestätigte uns später eigentlich jeder Schrauber auf der Tour, mit einem Automatik-Auto und dann auch noch mit einem VR6 zu fahren, ist ein Abenteuer für sich. Wenn was kaputt geht, dann wird es kompliziert.

An dieser Stelle dann noch einen Dank an das Pärchen im Hotel, dessen Zimmer in der sehr hallenden Innehof rausging: Ich wache so gerne zu den Geräuschen von wildem Sex auf, ihr Herzchen!

Apropos Hotel: Das war wirklich bescheiden. A&O-Hostel an der Reeperbahn, nicht zu empfehlen, wenn man nüchtern ist und den Zustand der Zimmer aktiv wahrnehmen kann. Überteuert noch dazu.

Kilometer des Tages: 272

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Tag 0: Anreise nach Hamburg

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