The Untold Tales II: Start und Tag 1

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Der Morgen des 15. Junis war: Naja. Danke an das Paar, welches mitten in der nacht/früh am Morgen so laut vögeln musste. So wacht man wenigstens mit Kopfkino auf. Die Birdbox hat die Nacht auf dem semi-bewachten Parkplatz direkt an der Reeperbahn gut überstanden. Eine letzte Dusche, ein schlechtes Frühstück mit dem beschissensten Kaffee Hamburgs und wir machen uns in unserem T4 auf zum Fischmarkt.

Das Chaos im Auto ist schon jetzt größer als geplant, weil die letzten Sachen einfach noch eben fix in die Birdbox geworfen werden. Steffi hat ihr eigenes Auto in einem Parkhaus untergebracht, ihr Freund Kevin wird es wieder mit nach Leipzig nehmen. Becky, meine Freundin, wird Zug fahren, zusammen mit ihrer Mutter, die uns am Start verabschieden will. Auch meinen Vater erwarte ich.

Die Begrüßung durch die SAC (Superlative Adventure Club) Crew am Start ist schon jetzt überschwenglich. Obwohl wir früh dran sind, ist der Fischmarkt schon ordentlich gefüllt. Wir manövrieren uns zu unserem Startplatz durch und checken ein. Das bedeutet: Rallye-Unterlagen wie das Roadbook abholen.

Zu unserer großen Freude ist auch der große Dompfaff, aka Malte, zum Start erschienen. Ich meine sogar, so ein bisschen Wehmut wahrzunehmen, weil er nicht mitfährt. Aber bei Malte ist das immer schwer zu sagen.

Außerdem sind mein Vater und seine Freundin mitsamt Anhang da, auch das freut mich. Wir vertreiben uns die Zeit bis zum Start damit, uns die anderen Fahrzeuge anzusehen und mit ein paar der uns bereits bekannten Teams zu sprechen. Die Stimmung ist gut, auch wenn wir zwischenzeitlich die Regenjacke rausholen müssen.

Auch die erste Teilaufgabe, den „Blue Paperclip“, erledigen wir gleich vor Ort am Fischmarkt. Die blaue Heftklammer, die es zum Roadbook dazu gab, müssen wir bis zum Ende der Rallye in jedem Land tauschen. Das heißt: Gleich am ersten Tag zwei Male, erst in Deutschland und dann in Dänemark, welches wir auf dem Weg nach Schweden durchfahren.

Das weitere Studium des Roadbooks zeigt: Yay. Surströmming ist auch wieder dabei. Aber das ist dann ein Problem für die kommenden Tage.

Impressionen vom Start

Irgendwann setzen sich die ersten Fahrzeuge in Bewegung, fahren über die an der Startlinie aufgebaute Rampe, werden kurz vorgestellt und verschwinden dann in Richtung Dänemark. Auch wir verabschieden uns, rollen langsam in Richtung Start – und spüren, wie unser Puls dann doch etwas schneller wird. Ein Zurück gibt es jetzt nicht mehr. Wir machen das wirklich.

Der Motor unserer Birdbox rumpelt ein bisschen im Leerlauf, aber sobald der Gang drin ist, schnurrt Birdiebox ganz ansehnlich. VR6 halt. Nur untertourig mag sie gar nicht, daher begleitet uns ein mehr oder weniger dezenter Spritgeruch bis zum Start und auf den ersten Kilometern danach.

Unterwegs nach Dänemark und Schweden

Die Baltic Sea Circle Rallye beginnt untypisch, wir dürfen nämlich Autobahn fahren bis Dänemark. Das klappt gut, das kennen wir. Zwischendurch ist Regen unser Begleiter, leider auch in dem Moment, als wir in Dänemark den ersten Teil der ersten Tageschallenge erledigen müssen. Das Ergebnis: Wir sind nass bis auf die Knochen. Und das irgendwo in Dänemark, ein paar Stunden nach dem Start. Da war es dann auch egal, dass ich noch ein paar Schritte ins Wasser machen musste.

Nasse Welt, nasse Rallyefahrer (Bild: Claus Hock)
Ein paar Stunden nach dem Start gleich alle Klamotten wechseln. (Bild: Stefanie Karg)

Die Bilder sind übrigens am Granskoven Strand in Dänemark entstanden.

Wir hatten uns gegen Fähre und für Straße entschieden. Sowohl Steffi als auch ich wollten die Brücken sehen.

Ansonsten verläuft der erste Tag recht unspektakulär, auch wenn wir schon bis nach Schweden fahren. Steffi bringt fast Dope von der Blue-Paperclip-Challenge mit, aber eben nur fast.

Die Tagesaufgabe in Schweden ist schnell erledigt, allerdings ist es uns dann doch zu spät um noch weiter zu fahren. Daher schlagen wir unsere Zelte am Rand eines Parkplatzes bei einem Campingplatz auf.

Es folgt eine wilde Nacht voller Alkohol, ausufernder Party und nicht jugendfreien Dingen. Oder einfach eine Nacht voller Schlaf. Sucht euch was aus.

Kilometer des Tages: 561 in 7,5 Stunden

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